Wie würde Jesus heute bestraft?

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Wenn Jesus heute leben würde, was würde mit ihm geschehen? Natürlich würde er nicht gekreuzigt, aber würde er vor Gericht kommen? Würde er ins Gefängnis geworfen?

Nun, in etlichen Ländern würde ihm mit Sicherheit der Tod drohen. Es gibt Kulturen bzw. Religionen, in denen christliche Missionierung mit dem Tode bestraft wird - aus den Medien hört man hin und wieder Beispiele. Aber in Deutschland? Da dürfte er doch predigen? Oder nicht?

Nun, zunächst möchte ich sagen, daß ich kein Jurist bin - wer sich auskennt darf mich gerne korrigieren. Ich glaube z.B. Jesus dürfte wahrscheinlich Kranke heilen, mit Sicherheit auch am Sabbat. Dubiose Geistheiler dürfen das ja auch. Da er niemals einen Kunstfehler gemacht hat dürfte da nichts passieren. Aber: Er hat doch gesagt er sei Gottes Sohn! Droht ihm da nicht die Psychiatrie?

Psychiatrie droht dann, wenn eine Eigen- oder Fremdgefährdung besteht. Eine Selbstmordgefahr bestand bei Jesus nie. Und Fremdgefährdung?

Jesus hat beispielsweise in der Synagoge die Händler und Geldwechsler mit der Peitsche vertrieben und ihre Tische umgeschmissen: "Und das Passafest der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem. Und er fand im Tempel die Händler, die Rinder, Schafe und Tauben verkauften, und die Wechsler, die da saßen. Und er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel hinaus samt den Schafen und Rindern und schüttete den Wechslern das Geld aus und stieß die Tische um und sprach zu denen, die die Tauben verkauften: Tragt das weg und macht nicht meines Vaters Haus zum Kaufhaus!" (Johannes 2, 13-16) Also: Kirchenstörer! Und wenn er dann vor Gericht sagt daß er Gottes Sohn ist, würden die meisten Psychiater wohl urteilen: Paranoide Schizophrenie, muß mit Tabletten behandelt werden.

Doch die hätten da nichts genutzt. Also: Untherapierbar!

Und dann hat er noch die Theologen, Politiker und Richter beleidigt (Matthäus 23, 29-33): "Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Propheten Grabmäler baut und die Gräber der Gerechten schmückt und sprecht: Hätten wir zu Zeiten unserer Väter gelebt, so wären wir nicht mit ihnen schuldig geworden am Blut der Propheten! Damit bezeugt ihr von euch selbst, dass ihr Kinder derer seid, die die Propheten getötet haben. Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter voll! Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen?"

Weiterhin hatte er offenbar übernatürliche Kräfte (Lukas 8, 26-39):
"
Und sie fuhren weiter in die Gegend der Gerasener, die Galiläa gegenüberliegt. Und als er ans Land trat, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, der hatte böse Geister; er trug seit langer Zeit keine Kleider mehr und blieb in keinem Hause, sondern in den Grabhöhlen. Als er aber Jesus sah, schrie er auf und fiel vor ihm nieder und rief laut: Was willst du von mir, Jesus, du Sohn Gottes des Allerhöchsten? Ich bitte dich: Quäle mich nicht! Denn er hatte dem unreinen Geist geboten, aus dem Menschen auszufahren. Denn der hatte ihn lange Zeit geplagt; und er wurde mit Ketten und Fesseln gebunden und gefangen gehalten, doch er zerriss seine Fesseln und wurde von dem bösen Geist in die Wüste getrieben. Und Jesus fragte ihn: Wie heißt du? Er antwortete: Legion. Denn es waren viele böse Geister in ihn gefahren. Und sie baten ihn, dass er ihnen nicht gebiete, in den Abgrund zu fahren. Es war aber dort auf dem Berg eine große Herde Säue auf der Weide. Und sie baten ihn, dass er ihnen erlaube, in die Säue zu fahren. Und er erlaubte es ihnen. Da fuhren die bösen Geister von dem Menschen aus und fuhren in die Säue; und die Herde stürmte den Abhang hinunter in den See und ersoff.  Als aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und verkündeten es in der Stadt und in den Dörfern. Da gingen die Leute hinaus, um zu sehen, was geschehen war, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die bösen Geister ausgefahren waren, sitzend zu den Füßen Jesu, bekleidet und vernünftig, und sie erschraken. Und die es gesehen hatten, verkündeten ihnen, wie der Besessene gesund geworden war. Und die ganze Menge aus dem umliegenden Land der Gerasener bat ihn, von ihnen fortzugehen; denn es hatte sie große Furcht ergriffen. Und er stieg ins Boot und kehrte zurück. Aber der Mann, von dem die bösen Geister ausgefahren waren, bat ihn, dass er bei ihm bleiben dürfe. Aber Jesus schickte ihn fort und sprach: Geh wieder heim und sage, wie große Dinge Gott an dir getan hat. Und er ging hin und verkündigte überall in der Stadt, wie große Dinge Jesus an ihm getan hatte." (Parallelstellen: Matthäus 8, 28-34, Markus 5, 1-20)

Da bestand also eine Fremdgefährdung, und er wäre wohl nach Paragraph 63 StGB zwangsweise eingewiesen worden.

Wenn ich vorher gesagt habe, daß bei Jesus nie eine Selbstnordgefahr besatannd, ist das zwar richtig - aber: Er sprach davon, daß er sich kreuzigen lassen wollte! Das hätte sicher jeden Psychiater massiv aufhorchen lassen!

Fazit: Jesus wäre sicher vor Gericht gekommen und verurteilt worden. Hätte er einen gnädigen Richter gefunden, wäre er eventuell nur für einige Monate ins Gefängnis geworfen worden. Ein Richter Gnadenlos hätte ihn als Untherapierbaren lebenslang in die Psychiatrie eingewiesen, solange, bis er sich von der Kirchenstörung, der Schweinetötung und seinen volksverhetzenden Beleidigungen distanziert hätte. Und da er das als Sohn Gottes nie getan hätte wäre er wohl in einem psychiatrischen Landeskrankenhaus lebenslang zwangsbehandelt worden. Wenn er dann erkannt hätte, daß er nicht das Evangelium predigen darf und die Menschen ohne Erlösung leben müssen - vielleicht wäre er daran wirklich erkrankt...  

Daran sollte man vielleicht denken, wenn Jesus öffentlich in Gottesdiensten geehrt wird und sogar eine große deutsche Volkspartei seinem Namen trägt!

 

Eventuell wäre es aber auch ganz anders gekommen: Wenn er wissenschaftlich überprüfbar Blinde, Gelähmte und Taube geheilt und sogar Tote auferweckt hätte dann wäre ihm wohl der Medizin-Nobelpreis sicher gewesen! Für seinen unbedingten Einsatz für die Nächstenliebe und soziales Engagement hätte er vielleicht den Friedensnobelpreis bekommen. Mit seiner wundersamen Vermehrung von Brot und Fischen zur Speisung der 4000 und 5000 hätte man ihm den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geben können - auf diese Art ließen sich die Nahrungsprobleme der Menschheit sicher besser lösen als durch IWF und Weltbank. Und ja - er hat Wasser in Wein verwandelt - Chemie-Nobelpreis! Und weil er übers Wasser lief und in den Himmel fuhr gleich auch noch der Nobelpreis für Physik - für die Entdeckung der Antigravitation. Falls seine Paparazzi es mit der Handy-Kamera gefilmt hätten und es live im Fernsehen übertragen worden wäre.

Da die Bibel das meistgedruckte und -übersetzte Buch der Welt ist - warum sollte man ihm den Literaturnobelpreis vorenthalten?

Also - mit etwas Glück hätte er sie allesamt bekommen - die Nobelpreise. Falls er nicht vorher zwangsweise eingewiesen worden wäre.

 

Vielleicht sollte man ihm diese Nobelpreise ja verleihen - posthum. Wobei - wichtig wäre ihm das sicher nicht... 

War sein Ziel doch nicht die Erlangung von Ruhm und Ehre sondern der Dienst am Nächsten und die Erlösung der Menschheit. 

 

 

Martin Wagner, 14.2.2007, letzte Änderung am 15.1.2010

 

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