Warum sind Islamkritiker eigentlich "rechts"?

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Wenn Sie ein politisch interessierter Mensch sind, dann ist ihnen wahrscheinlich bewußt, was "rechts" und was "links" ist. "Linke" sind z.B. für soziale Gerechtigkeit, Frauenrechte, Gleichberechtigung von Homosexuellen, Minderheitenschutz im allgemeinen bzw. gegen Diskriminierungen, gegen Waffen und Krieg, gegen die Todessstrafe, gegen Atomkraft, gegen Gentechnik und für Umweltschutz. "Rechte" sind dagegen für eine starke Armee und Liberalisierung des Waffenrechtes, für Atombomben und Atomenergie, für die Todesstrafe, gegen Juden, Schwarze und Ausländer im allgemeinen, gegen Homosexuelle, für eine Unterordnung der Frau und etliche befürworten oder leugnen den Holocaust usw.

Wenn bei uns jemand den Islam kritisiert, dann wird er oft als "Rechts" oder gar "Nazi" bezeichnet. Doch stimmt das überhaupt? Was sind denn die Gründe, die jemanden zur Islamkritik bewegen?

Beim Islam unterscheiden wir zwischen friedlichen Moslems und Islamisten. Ausgesprochen sympathische Muslime sind z.B. die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die ihr Leben riskiert damit Mädchen zur Schule gehen können, oder die jordanische Königin Rania, die ebenfalls stark für Schulbildung von Mädchen eintritt. Wer solche Menschen haßt, nur weil sie Muslime sind, der ist in der Tat rechtsradikal und vehement zu verurteilen! Doch nahezu alle Islamkritiker tun dies nicht - sie kritisieren den "real existierenden Islam" in Staaten wie Saudi-Arabien, Pakistan, Afghanistan, dem Iran, dem Irak und anderen, der von konservativen, fundamentalistischen Muslimen gelebt und gepredigt wird.

 

Was sind es denn für Punkte, die Islamkritiker immer wieder erwähnen?

Hier sind die wichtigsten Argumente:

- Radikale Muslime hassen alle Ungläubigen, auch Juden und Christen, und wünschen ihnen den Tod und die Hölle (dies tun radikale Christen leider auch).

- Im Koran gibt es neben zahlreichen anderen fundamentalistischen Stellen den einigermaßen bekannten "Schwertvers" in Sure 9 Vers 5, der zum Töten aller Ungläubigen bzw. zum Heiligen Krieg (Dschihad) aufruft und gemäß dem Prinzip der Abrogation bis zu 113 friedliche Koranverse aufhebt.

- Vor Islamischen Scharia-Gerichten zählt die Aussage einer Frau nur halb soviel wie die eines Mannes, die Aussagen der "Ungläubigen" zählen weniger als die von Muslimen.

- Wenn eine muslimische Frau die Ehre ihrer streng islamischen Familie verletzt, weil sie z.B. einen nicht-muslimischen Freund hat, dann kann es sein, daß sie einem Ehrenmord zum Opfer fällt.

- Frauen aus streng islamischen Familien, die vergewaltigt wurden, werden oft von ihrer Sippe verstoßen.

- In einigen islamischen Ländern werden Frauen bzw. Mädchen zwangsverheiratet (Kinderehen). Im Iran betrug das Mindestheiratsalter für Mädchen bis 2002  9 Jahre.

- Ein muslimischer Mann darf bis zu 4 Frauen haben, eine Frau nur einen Mann.

- In manchen islamischen Staaten müssen Frauen die Burka tragen.

- Homosexuelle werden mit Gefängnis, Tod und Hölle bedroht (letzteres tun radikale Christen auch).

- Die Beleidigung des Islam wird in zahlreichen islamischen Staaten mit Gefängnis oder gar mit dem Tod bedroht.

- Wer vom Islam abfällt (Apostasie) muß in manchen islamischen Staaten ebenfalls mit Gefängnis oder Tod rechnen.

- Im Extremfall können gemäß der Scharia einem (mehrfachen) Dieb (nach und nach) die Hände und Füße amputiert werden.

- Für einen strenggläubigen Moslem ist es Pflicht, 5x am Tag für je ca. 10 Minuten zu festgesetzten Zeiten zu beten. Dies muß er sein Leben lang machen, zudem gibt es weitere Pflichten wie den Ramadan einhalten (von morgens bis abends nichts essen und trinken - auch bei Hitze in der Wüste) sowie eine Wallfahrt nach Mekka oder Medina und anderes. Selbst wenn er dies alles einhält kann er nicht wissen, ob Allah ihm vergibt oder ihn in die Hölle schickt. Wenn er jedoch im Heiligen Krieg als Märtyrer stirbt dann verspricht ihm Allah das Paradies.

- Islamistische Selbstmordattentäter glauben, daß sie sich durch die Ermordung von Ungläubigen ein Paradies verdienen, in dem sie ewig mit 72 Jungfrauen zusammen sind.

- Islamisten leugnen in der Regel den Holocaust und hassen Israel.

- Am Ende der Zeiten soll angeblich "Jesus" wiederkommen und alle Kirchen und Synagogen zerstören sowie alle Schweine und alle Christen töten, die sich nicht zum Islam bekehren.

 

Wenn man dies genau betrachtet, dann kommt man zu dem Schluß, daß alle diese Dinge, die Islamkritiker verurteilen, eigentlich "rechts" sind! Dann sind Islamkritiker also "links"?

Nun, es kommt darauf an. Wenn jemand alle Muslime haßt, auch die friedlichen, oder gar die oben erwähnte Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai (diese wird sogar von konservativen muslimischen Pakistani gehaßt, obwohl sie den Friedensnobelpreis hat!), der ist in der Tat rechts! Genauso rechts ist jemand, der alle Ausländer, Schwarze, Homosexuelle oder Juden haßt.

Wer aber den radikalen Islam wegen seiner Intoleranz und Grausamkeit ablehnt, der ist ein Demokrat, vielleicht sogar "links"! Er wird dann aber auch fundamentalistische Christen, radikale Sekten jeglicher Art und gewöhnliche Gewaltverbrecher hassen. Wer also Islamkritiker pauschal als "Rechtsradikale" oder "Nazis" beschimpft, der tut ihnen in der Regel schweres Unrecht! Dies sollte man in der öffentlichen Diskussion bedenken.

 

Martin Wagner, 1.5.2017, letzte Änderung 8.5.2017

 

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